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"11 Läden, in denen ihr leckere vegane Torten in Berlin bekommt"

Aktualisiert: 7. Mai

Was für eine Verarsche solche Listen sind musste ich selbst an Ostern feststellen. Den Vorneweg: Es gibt keine 11 Läden mit guten veganen Torten in Berlin!


Da habe ich mal an einem Tag frei und möchte meiner Familie etwas gutes tun, weshalb ich online nach Empfehlungen für vegane Kuchen und Torten suche. Meine Kreationen kennt meine Schwester schließlich schon sehr gut, es sollte mal was neues sein und da muss sich doch was im vermeintlichen veganen Mekka Berlin etwas finden lassen. Hier gibt es ja schon fast ein Überangebot, deswegen sind Blogs und andere Posts sicherlich am hilfreichsten bei der Suche.


Schon alleine beim Überfliegen des Beitrages von Mit Vergnügen bin ich entsetzt und verwundert über die Nennung der Onlinekonditorei Wunderkuchen. Deren veganes Angebot besteht aus aufgeschlagener Schlagfix-Sahne mit dicken Kuchenböden und irgendwelchem Obst mit Gelee. Der NY Style Cheesecake dort ist auch eine Beleidigung des Originals, denn der wird nämlich GEBACKEN und besteht nicht aus aufgeschlagener, übelschmeckender veganer Mascarpone (siehe Zutatenliste des Anbieters). Ich frage mich also, wieso dieser Anbieter in dem Blogbeitrag für vegane Kuchen landet, wenn es doch so viele Cafés in Berlin gibt, die auch vegane Torten anbieten. Nun gut, vielleicht fehlte ja noch ein Laden und irgendjemand aus dem Team wollte es sich leicht machen. Ich hatte zwar seit 2020 einen Onlineshop für vegane Torten, die etwas raffinierter sind, komme aber bei der Google-Suche weiter unten.

Also lese ich diesen bereits jetzt enttäuschenden Blog weiter, übergehe die Nennungen der Cafés, von denen ich aus eigener Erfahrung (und Zusammenarbeit) weiß, dass sie nur so mittel sind. Das sind Café Neundrei, wo der Cheesecake aus immer der gleichen gräulichen Masse mit irgendeinem Fruchtgebimmel obendrauf und wovon ich weiß, dass es nicht schmeckt. Auch Plants and Flours brauch ich nicht zu probieren - nur schlechtes gehört. Und naja, die Torten vom Cafe Velicious sehen so unattraktiv aus, dass ich sie nicht probieren will. Wenn eine Person eine Konditorei-Ausbildung hat, heißt es noch lange nicht, dass es auch schmeckt. Das wurde mir nochmal klar, als ich mich für Sakura entschieden hatte, um dort Kuchen oder Torte für meine Familie zu holen. Das war so enttäuschend und die Empfehlung von dem Food-Blog für den Arsch. Für drei Stücke bezahle ich 18 € und dann schmecken sie noch nicht mal. Es sind kleine Stücke und den Käsekuchen konnte man nicht essen. Da versteht jemand sein Handwerk nicht, genau genommen die Herstellerin der veganen Backwaren und die Verfasserin des Artikels. Da hat doch keine den veganen Kuchen wirklich probiert.


Veganer Käsekuchen aus Berlin
Käsekuchen mit feuchtem Boden, wässrig krümeliger Füllung und brauner Erdbeerschicht.

Entsetzen macht sich in mir breit. Die Zuverlässigkeit der Empfehlungen sogenannter Foodies und Influencer muss hinterfragt werden. Das mache ich dann, indem ich mein eigenes veganes Café bei einigen auf Youtube und Instagram bekannten Personen, sowie diesem Foodblog zur Bewerbung vorstelle. Entweder gab es kein Feedback, sodass ich schlussfolgere, die Influencerinnen sind mit ihren Listen der immer gleichen Lokalitäten zufrieden, oder es kam zurück, dass ein Beitrag kostet. Da hab ich schon keinen Bock mehr. Ok, also verlassen sich diese Foodies entweder auf einen Hype, der wahrscheinlich hohl ist (siehe Brammibal's, wo die Donuts noch immer riesen Luftlöcher haben und nach altem Frittierfett schmecken, oder aber LAP COFFEE, wo die Brühe aus einem Vollautomaten kommt, aber ausreichend Geld in Marketing gesteckt wurde), oder man muss bezahlen, damit es für Foodies erwähnenswert ist. Die Szene scheint sich nicht wirklich und ehrlich mit dem großen Angebot von Cafés mit veganen Speisen auseinanderzusetzen. Das ist so schwach für Leute, deren Arbeit es ist, neue Perlen zu entdecken. Auf Seiten wie tipBerlin oder Mit Vergnügen kann man sich bei der Suche nach guten veganen Adressen einfach nicht verlassen.

Da geht ein kleines rein veganes Café wie Mansfield Park dann natürlich unter. Ich habe keine Zeit zum Klinkenputzen oder Hype kreieren gehabt und auch keine finanziellen Ressourcen um (Be-)Werbung zu bezahlen.


Um bis auf weiteres Enttäuschungen zu meiden, bleibe ich selbst dann doch beim Konsum meiner eigenen Kreationen. Wenn du aber keine Lust auf Selbstmachen hast, dann sind hier meine Empfehlungen für etwas Süßes:

  • Wer Eis mag, sollte unbedingt Duo Sicilian besuchen. Dort gibt es tolle Nusssorten und die Schokoladen-Feigen-Kombi „Shalai“ ist wirklich gut. Bis lang kam mir noch kein besseres Eis unter.

  • Wer Donuts mag, ist bei Sammy’s genau richtig – die sind weder zu süß noch zu fettig. Das ganze Gebimmel obendrauf muss nicht sein, aber der Teig ist wunderbar.

  • Wer gute Teilchen sucht, hat mit Sanctuary in Berlin eine akzeptable Adresse für Blätterteiggebäck. Die Cremefüllungen sind ausbaufähig, was Geschmack angeht, aber ansonsten passt's schon. Die Focaccia ist toll!




 
 
 

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